IHP NachrichtenSamstag 20.Januar 2024
(IHP) Nachfolgend aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen, Spieltags-Vorberichte und Spielberichte von Freitag und Samstag mit insgesamt 20 Beiträgen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2 und Oberliga Süd, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern und Regionalliga Nordrhein-Westfalen.
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Eisbären BerlinEisbären bezwingen die Kölner Haie (DEL) Die Eisbären Berlin haben einen weiteren Heimsieg in der PENNY DEL eingefahren. Die Berliner bezwangen die Kölner Haie am Freitagabend in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena mit 5:4 nach Verlängerung. Stürmer Lean Bergmann gab sein Comeback nach rund dreieinhalb Monaten Verletzungspause. Die Kölner hatten zu Beginn mehr von der Partie und erspielten sich einige gute Abschlussmöglichkeiten. Tobias Eder (18./PP1) nutzte dann jedoch das erste Berliner Powerplay für die Führung der Eisbären, die Marcel Noebels (19.) wenig später auf 2:0 ausbaute. Im Mitteldrittel waren die Gastgeber zunächst besser im Spiel. Die Kölner drehten die Partie dann jedoch durch Carter Proft (28.), Stanislav Dietz (29.) und Justin Schütz (32./PP1). Leo Pföderl (33./PP1) sorgte mit dem zweiten Berliner Überzahltor für den Ausgleich, mit dem es dann in die zweite Pause ging. Der Schlussabschnitt blieb eng und umkämpft mit Chancen auf beiden Seiten. Zunächst erzielte Zach Boychuk (44.) die erneute Führung des Hauptstadtclubs, aber Maximilian Kammerer (55.) gelang noch der 4:4-Ausgleich für die Domstädter. In der folgenden Verlängerung erzielte Manuel Wiederer (61.) schon nach 19 Sekunden den entscheidenden Treffer zum 5:4-Heimsieg der Eisbären. Die Eisbären Berlin sind bereits am Sonntag, den 21. Januar wieder im Einsatz. Dann gastieren die Löwen Frankfurt in der Mercedes-Benz Arena. Spielbeginn ist um 14:00 Uhr. Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Köln erwischte einen sehr guten Start ins Spiel. Wir haben zu viele gute Abschlussmöglichkeiten zugelassen. Trotz dieses schwierigen Drittels konnten wir im ersten Powerplay treffen und auch direkt das 2:0 nachlegen. Im Mittelabschnitt haben wir eigentlich gut gespielt, trotzdem mussten wir drei Gegentreffer hinnehmen. So rennen wir dem Spiel dann plötzlich hinterher. In Überzahl ist uns dann der wichtige Ausgleich gelungen. Im Schlussdrittel war es dann eine enge Partie, in der beide Teams gut gespielt haben. In der Overtime gelang Manuel Wiederer dann der wichtige Siegtreffer. Wir freuen uns über den Extrapunkt. Meine Spieler haben heute definitiv hart gearbeitet.“ Manuel Wiederer (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Spiel war nichts für schwache Nerven. Wir freuen uns über den Sieg und die zwei Punkte, auch wenn wir besser auftreten können. Beide Mannschaften sind aber vermutlich nicht sehr zufrieden mit der Partie. Über die 60 Minuten war ein zerfahrenes Spiel, vor allem das Startdrittel. Wir hatten die Chancen, schon in der regulären Spielzeit zu gewinnen. Es war aber ein enges Spiel, in dem Köln auch zu einigen Möglichkeiten kam. Wir haben jedoch nie aufgegeben und immer weitergemacht. Ich bin froh, wenn ich meinem Team helfen kann. Solange wir schlussendlich gewinnen, ist es egal, wer die Tore erzielt. Die Stimmung in der Arena war super. Für die Fans war es ein unterhaltsames Spiel.“ Endergebnis Eisbären Berlin – Kölner Haie 5:4 n. V. (2:0, 1:3, 1:1, 1:0) Aufstellungen Eisbären Berlin: Stettmer (Hildebrand) – Müller, Ellis (A); Melchiori, Wissmann (C); Geibel, Mik; Kaiser – Tiffels, Wiederer, Bergmann; Noebels (A), Boychuk, Pföderl; Veilleux, Eder; Hördler; Bartuli, Heim, Nowak – Trainer: Serge Aubin Kölner Haie: Ancicka (Pantkowski) – Sieloff, Sennhenn; Austin, Aichinger; Dietz, Storm; Lindner – Kammerer, Aubry, Thuresson; Schütz, MacLeod, Grenier; Wohlgemuth, McIntyre, Bast; van Calster, Proft, Hänelt – Trainer: Uwe Krupp Tore 1:0 – 17:52 – Eder (Wiederer, Ellis) – PP1 2:0 – 18:30 – Noebels (Pföderl, Geibel) – EQ 2:1 – 27:19 – Proft (van Calster, Sieloff) – EQ 2:2 – 28:38 – Dietz (Wohlgemuth, McIntyre) – EQ 2:3 – 31:25 – Schütz (Austin, MacLeod) – PP1 3:3 – 32:55 – Pföderl (Tiffels, Noebels) – PP1 4:3 – 43:41 – Boychuk (Pföderl) – EQ 4:4 – 54:44 – Kammerer (Storm, Sennhenn) – EQ 5:4 – 60:19 – Wiederer (Tiffels, Müller) – EQ Strafen Eisbären Berlin: 10 (4, 2, 4, 0) Minuten – Kölner Haie: 10 (4, 2, 4, 0) Minuten Schiedsrichter Andris Ansons, Gordon Schukies (Wayne Gerth, Kenneth Englisch) Zuschauer 14.200
Düsseldorfer EGIrrer Schlagabtausch: DEG gewinnt 6:5 n.V. gegen Nürnberg (DEL) Die Düsseldorfer EG hat das Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 6:5 nach Verlängerung gewonnen. In einem irren Schlagabtausch lag die DEG zwar schnell 0:2 zurück, kämpfte sich aber wieder ins Spiel und führte zwischenzeitlich 5:3. Am Ende war Philip Gogulla der Matchwinner in der Verlängerung.
Eispiraten CrimmitschauEispiraten mit zweitem Blaulicht-Tag gegen Rosenheim - Eispiraten laden Hilfs-, Pflege- und Ehrenamtsorganisationen zum Heimspiel ein (DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau werden das Heimspiel am 11. Februar 2024 (17:00 Uhr) gegen die Starbulls Rosenheim erneut unter dem Motto „Blaulicht-Tag“ stellen, um sich somit bei allen Einsatzkräften und ehrenamtlichen Helfern für ihren täglichen Einsatz zu bedanken. Neu ist dabei auch, dass alle Pflegekräfte und Erzieher, also der Rückhalt unserer Gesellschaft, eingeladen werden. Die Schirmherrschaft dieses besonderen Spieltages wird dabei das Freiberger Brauhaus, langjähriger Partner des DEL2-Clubs, übernehmen. „Nachdem wir im vergangenen Jahr einen riesengroßen Zuspruch erfahren haben, war für uns klar, den Blaulicht-Tag auch ein zweites Mal im Rahmen eines Heimspieltags durchzuführen. Wir als Standort möchten dabei ein weiteres Zeichen für die geleistete Arbeit aller hauptamtlichen Einsatzkräfte, aber auch für das Ehrenamt setzen und uns bei allen Organisationen, aber auch bei allen Pflegekräften und Erziehern bedanken. Diese sollen damit auch eine Plattform bekommen, um sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren und so vielleicht auch Neumitglieder für sich gewinnen zu können“, erklärt Eispiraten-Geschäftsführer Jörg Buschmann. Dabei werden neben der Feuerwehr, der Polizei, Rettungs- und Sanitätsdiensten sowie Hilfsorganisationen nun auch Pflegekräfte und Erzieher mit eingebunden, da diese alle der Rückhalt unserer Gesellschaft sind. Bis zum Mittwoch, den 07.02.2024 haben alle Organisationen, Ortsverbände und Einrichtungen Zeit, sich per E-Mail unter info @eispiraten-crimmitschau.de anzumelden und sich so Ihre Freikarten an der Abendkasse für einen symbolischen Euro hinterlegen zu lassen. Gern dürfen die Einsatzkräfte ihre Einsatzkleidung im Stadion tragen. Ebenso ist eine Präsentation der Einsatzfahrzeuge wieder möglich – für diese ist vorab ebenso eine Anmeldung zwingend notwendig. „Es zeigt sich immer wieder, wie wichtig das Engagement der Einsatzkräfte und der Ehrenämtler für unsere Gesellschaft ist. Egal ob Feuerwehr, Polizei, der Rettungsdienst oder die ehrenamtlichen Kräfte von den Hilfsorganisationen des Deutschen Roten Kreuzes, des Arbeiter- Samariter-Bundes oder des Technische Hilfswerk – alle leisten eine unglaublich wichtige und oft unterschätze Arbeit für die Allgemeinheit. Dazu zählen allerdings auch alle Menschen, die in der Pflege oder mit Kindern arbeiten“, sagt Aaron Frieß, Head of Communication der Eispiraten. Besondere Stadion-Atmosphäre für guten Zweck Um eine besondere Atmosphäre zu diesem speziellen Heimspiel im Sahnpark zu schaffen, werden die Eispiraten und einzelne Organisationen erneut Knicklichter in verschiedensten Farben für 1,00 € verkaufen. Das eingenommene Geld wird schließlich einem gemeinnützigen Projekt sowie drei Jugendorganisationen der Hilfsorganisationen, welche sich in einem Pausenspiel messen werden, gespendet. An dieser Aktion wird sich ebenso das Freiberger Brauhaus als Partner der Eispiraten und Schirmherr des zweiten Blaulicht-Tages beteiligen. An diesem Pausenspiel teilnehmen können die drei Jugendorganisationen, die zum zweiten Blaulicht-Tag zum Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim die meisten Mitglieder mobilisieren und mit ins Stadion bringen können. Dabei ist es wichtig, dass die Jugendorganisationen separat angemeldet werden und eine konkrete Kartenanzahl zu nennen ist.
Eispiraten Crimmitschau3:0! Eispiraten feiern Heimsieg gegen Landshut - Westsachsen mit erstem Dreier in 2024 (DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr heutiges Heimspiel gegen den EV Landshut mit 3:0 gewinnen können. Die Mannschaft von Jussi Tuores belohnte sich dabei für eine starke Teamleistung und konnte die richtige Reaktion auf die letzte Niederlage in Rosenheim zeigen. Bester Mann auf Seiten der Hausherren war dabei Oleg Shilin, der mehrere starke Paraden zeigen und sich letztlich auch mit seinem zweiten Shutout belohnen konnte. Cheftrainer Jussi Tuores konnte, wie auch schon in den vergangenen drei Spielen, auf einen recht vollen Kader bauen. Lediglich Colin Smith fiel mit seinen Adduktorenproblemen weiter aus. Jannis Kälble nahm als überzähliger Spieler auf der Tribüne Platz. In diesen Tagen schon angekündigt, war es den Eispiraten wichtig, mehr Disziplin in das Heimspiel gegen Landshut einzubringen. Demnach konnten die Zuschauer zunächst kein Hurra-Eishockey erwarten. Beide Teams standen defensiv zunächst sehr geordnet und ließen nur wenige Großchancen zu. Mit Verlauf der Zeit entwickelte sich schließlich ein schnelles Spiel, in dem auf beide Seiten gute Möglichkeiten heraussprangen. Die dickeren Chancen hatte dabei das Team von Heiko Vogler. Mehrfach rettete Oleg Shilin stark, ein weiteres Mal konnte sich der Deutsch-Russe beim Pfosten bedanken. Tobias Lindberg und Max Balinson vergaben auf der Gegenseite die guten Möglichkeiten für die Hausherren. Auch im zweiten Drittel neutralisierten sich beide Teams weitestgehend. Erst als Landshuts Goldhelm Julian Kornelli das leere Eispiraten-Tor nicht traf, entwickelte sich eine rasante Partie, in welcher sich die Crimmitschauer nach und nach mehr Feldvorteile erspielen konnten. Hayden Verbeek traf nur den Innenpfosten, von wo aus der Puck wieder vor die Linie sprang – spätestens dann begann der Sturmlauf der Gastgeber, die sich immer wieder gute Möglichkeiten erspielen und letztlich durch ihren Mannschaftskapitän erlösen konnten. Mario Scalzo zog von der blauen Linie einfach mal ab - der Puck flog zunächst an Freund und Feind und schließlich auch an Philipp Dietl vorbei ins Netz – das mittlerweile verdiente 1:0 für die Eispiraten (33.). Die Landshuter kamen schließlich etwas besser aus der Kabine und machten ordentlich Druck. Oleg Shilin war es immer wieder zu verdanken, dass dem Team von Heiko Vogler letztlich doch nicht der Ausgleich gelang. Denn inmitten der EVL-Drangphase war es Henri Kanninen, der die Scheibe im gegnerischen Drittel abfing und humorlos zum 2:0 einschoss (44.). Die Crimmitschauer zogen den Bayern somit scheinbar den Stecker. Nur kurze Zeit später war es Vinny Saponari, der das Tor der Landshuter umkurvte und Thomas Reichel bediente. Der blieb ganz cool und schoss zum 3:0 ein (48.). In der Folge verteidigten es die Westsachsen konsequent und konnten über schnelle Gegenstöße immer wieder Nadelstiche setzen. Ein weiterer Treffer fiel aber auf beiden Seiten nicht. Auch, weil Oleg Shilin seine bärenstarke Leistung kurz vor dem Ende des Spiels noch einmal untermauerte und mit einem Monstersave seinen zweiten Shutout dieser Saison festhielt. Es blieb letztlich also beim 3:0, den sich die Eispiraten in einem hart umkämpften Spiel durchaus erarbeitet und am Ende auch verdient haben. Damit konnte das Team von Jussi Tuores nicht nur die perfekte Reaktion auf das misslungene Auswärtsspiel in Rosenheim zeigen, sondern auch eine gute Ausgangssituation im Kampf um die direkten Playoff-Plätze erspielen. Torfolge (0:0, 1:0, 2:0): 1:0 Mario Scalzo (Max Balinson, Tobias Lindberg) 32:54 2:0 Henri Kanninen 43:46 3:0 Thomas Reichel (Ladislav Zikmund, Vincent Saponari) 47:06 Zuschauer: 2.235
Auswärtssieg in Rosenheim (DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben am Freitagabend ihr Auswärtsspiel in der DEL2 bei den Starbulls Rosenheim gewonnen. Beim 5:2-Erfolg gegen den direkten Kontrahenten um einen Pre-Playoffplatz erzielte Kapitän Travis Turnbull einen Hattrick. Danny Aus den Birken gab im Eislöwen-Tor sein Debüt. Dazu kam Justin Florek zu seinem ersten Einsatz für die Dresdner. Er vertrat den angeschlagenen Johan Porsberger. Die Eislöwen starteten durchaus druckvoll in die Partie, mussten aber mit dem ersten Rosenheimer Schuss auf das Tor von Aus den Birken den Rückstand hinnehmen. Daxlberger fälschte nach exakt vier Minuten unhaltbar ab. Aber die Dresdner ließen nicht locker und kamen zum verdienten Ausgleich. Kapitän Travis Turnbull traf zum 1:1 in der zwölften Minute. Das erste Unterzahlspiel im Anschluss überstanden die Blau-Weißen schadlos. Anders zu Beginn des zweiten Drittels. Nach nur zehn Sekunden musste Nicklas Mannes auf die Strafbank, nur 19 Sekunden später ging Rosenheim erneut in Führung. In Überzahl erzielte Manuel Strodel das 2:1 für die Gastgeber. Aber so einfach wollten sich die Eislöwen nicht abkochen lassen. Wieder war es der Kapitän der Dresdner, der treffen konnte. Turnbull markierte in der 28. Minute das 2:2. Ende des zweiten Spielabschnitts legte die Eislöwen sogar noch einmal nach. Nach traumhafter Vorlage von Tomas Andres netzte David Rundqvist zur 3:2-Führung ein. Diese Führung konnten die Eislöwen im Schlussabschnitt schnell ausbauen. David Suvanto stellte in Überzahl auf 4:2. Die Zwei-Tore-Führung verwalteten die Dresdner souverän mit einem sicheren Aus den Birken zwischen den Pfosten und einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Für den Schlusspunkt sorgte wieder der Kapitän, der mit einem Schuss ins leere Tor aus der eigenen Zone nicht nur zum 5:2-Endstand einnetzte, sondern auch seinen Hattrick schnürte. Niklas Sundblad, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Rosenheim ist mit viel Schwung in die Partie gekommen und hat uns vor allem in der neutralen Zone in den ersten Minuten Probleme bereitet. Nach einer kleinen Anpassung haben wir es besser gemacht. Es war ein ausgeglichenes erstes Drittel. Im zweiten Drittel haben wir dann viel Druck gemacht und gehen da auch verdient mit der 3:2-Führung heraus. Im Schlussdrittel hat Rosenheim nochmal gepusht, aber wir haben das ganze Spiel über sehr gut verteidigt. Wir sind natürlich sehr zufrieden mit den drei Punkten und es freut mich auch für Danny Aus den Birken, dass er in seinem ersten Spiel gleich einen Sieg mit uns feiern konnte.“ Weiter geht es für die Eislöwen am Sonntag 17:00 Uhr mit dem Sachsenderby gegen Crimmitschau.
ESV KaufbeurenESVK unterliegt dem Spitzenreiter Kassel Huskies mit 3:5 (DEL2) Am heutigen Freitagabend empfing der ESV Kaufbeuren als Viertplatzierter den Tabellenführer, die Kassel Huskies. Es fehlte verletzt neben Jacob Lagacé noch Leon Sivic. Dieter Orendorz pausierte. Für den EV Füssen im Einsatz waren Rihards Babulis, Fabian Nifosi und Jonas Fischer. Dafür waren Fabian Koziol und Keanu Salmik im Kader. Im Tor startete Daniel Fießinger. Vor dem Spiel fand noch die offizielle Ehrung von Jubilar Jere Laaksonen statt, der am vergangenen Dienstag sein 300. Spiel für den ESVK absolvierte. Die Joker verloren vor 2.513 Zuschauern mit 3:5. Kassel startete mit viel Tempo in die Partie und machte sofort Druck auf das Kaufbeurer Tor. Erste Schüsse von Joel Lowry und Tristan Keck konnten pariert werden. Nach fünf gespielten Minuten gab es die erste gute Möglichkeit für die Joker. Jere Laaksonen lief über links an und spielte einen punktgenauen Pass auf Yannik Burghart rechts von ihm. Der Youngster zog per Direktschuss ab, Philipp Maurer rettete glänzend mit der Fanghand. Im folgenden Spielzug war es dann Rylan Schwartz der die Scheibe in die Kaufbeurer Zone fuhr und von rechts in den Slot passte wo Rayan Betahar wartete. Dieser schlenzte den Puck links unten in das Gehäuse zur 0:1 Führung. Die Huskies machten anschließend viel Druck auf dem Eis, die Joker konnten über weite Strecken nur hinterherlaufen. Rot-gelber Scheibenbesitz war eher eine Seltenheit. Bereits in der neunten Minute folgte dann der nächste Treffer für den Tabellenführer. Ryan Olsen fälschte aus nächster Nähe einen Schuss von Carson McMillan unhaltbar für Daniel Fießinger ab. Das Spielgerät flog rechts am Kaufbeurer Schlussmann zum 0:2 vorbei. Die Joker sollten sich anschließend selbst dezimieren als Simon Schütz einen Open-Ice-Hit gegen Connor Korte auspackte. Diesem flog sogleich der Helm weg und er verließ vorerst das Eis, kam aber wenige Minuten später wieder zurück. Simon Schütz hingegen erhielt eine fünf plus Spieldauer Disziplinarstrafe wegen unkorrekten Körperangriffs und musste dementsprechend vorzeitig in die Kabine. Die Strafe saß Thomas Heigl ab. Joel Keussen war Nutznießer diesen langen Überzahlsituation. Er erhielt einen schönen Pass von Joel Lowry von der rechten Seite, konnte lange von der blauen Linie aus ausholen und feuerte einen Wahnsinnschuss auf die linke Seite an Daniel Fießinger vorbei zum 0:3 ab. Weiterhin im Powerplay setzte Carson McMillan den Puck an das rechte Lattenkreuz. Kassel spielte ein schnelles, cleveres Powerplay in dem der ESVK nur selten klären konnte. Daniel Fießinger sollte sich aber einige Male auszeichnen, parierte gute Chancen der Huskies glänzend und verhinderte so einen weiteren Gegentreffer. Eine Minute vor Schluss musste dann Alec Alroth wegen eines Stockschlags die erste Strafzeit für Kassel in dieser Partie absitzen. Mit 40 Sekunden Reststrafe auf der Uhr ging es in die erste Pause. Der ESV Kaufbeuren kam mit viel Wut im Bauch aus der Kabine und schoss innerhalb der ersten gespielten Minute im Vergleich zum ersten Drittel unverhältnismäßig oft auf das Tor. Versuche von John Lammers, Tyler Spurgeon, Thomas Heigl, Sami Blomqvist, Joey Lewis und Alex Thiel fanden aber allesamt nicht ihren Weg hinter die Torlinie. Dafür klingelte es in der 25. Minute wieder im Kaufbeurer Kasten. Daniel Fießinger konnte einen ersten Schuss auf sein Tor nur prallen lassen, Steven Seigo staubte zum 0:4 ab. Die direkt folgende Situation sorgte erneut für einen Treffer der Huskies. Carson McMillan bekam im Slot den Puck zugespielt und schraubte die Führung per Schlenzer auf das 5:0 hoch. Wenige Minuten später musste ein Huskie auf die Strafbank. Es traf Tom Geischeimer wegen Behinderung. In der daraus entstandenen Powerplaysituation schafften es die Joker zwar in der Offensive zu bleiben, etwas zählbares kam dabei aber nicht heraus. Der Erfolg sollte in der 30. Spielminute folgen als Sami Blomqvist von Philipp Bidoul auf die Reise geschickt wurde. Der Neu-Allgäuer fuhr über die linke Seite an, John Lammers lief in der Mitte mit und zog die Verteidiger auf sich. Der Topscorer des ESVK markierte daraufhin seinen nächsten Treffer für Rot-Gelb zum 1:5. Anschließend leitete Sebastian Gorcik einen Angriff ein, spielte in die Mitte zu Jamal Watson ab, dieser wurde aber gehakt, sodass Rayhan Bettahar für die nächste Kaufbeurer Überzahl sorgte. In diesem Powerplay bombardierten die Joker das Tor von Philipp Maurer regelrecht, die Scheibe wollte aber nicht über die Linie. Das passierte nämlich etwas später in Minute 49 als Jamal Watson einen Angriff, eingeleitet von Micke Saari und Sten Fischer, veredelte. Der Kanadier fuhr mit Tempo vor das Tor, verzögerte einen Moment und tunnelte dann Philipp Maurer zum 2:5. Eine Minute vor Schluss wurde dann Alex Thiel noch von Marco Müller gelegt, der dafür auf der Strafbank wegen Beinstellens Platz nehmen musste. Der erste Versuch im Powerplay von Sami Blomqvist landete am Pfosten und es ging erneut mit knapp 40 Sekunden Reststrafe in die Kabine. Nach dem Pausenpfiff wurde der Schuss des Goldhelms noch per Video überprüft, ergab aber kein Tor. Die Joker knüpften im letzten Drittel an die kämpferische Leistung des zweiten Drittels an. Micke Saari fälschte im Slot einen Schuss von der blauen Linie durch die Beine von Philipp Maurer ab. Sie rutschte, wurde aber immer langsamer und der Kasseler Schlussmann brachte auf dem Rücken liegend noch seinen Fanghandschuh darauf. Diese Szene beschreibt ganz gut das Kaufbeurer Spiel des letzten Drittels. Der Wille war da, es gab auch ein paar gute Ideen, aber es fehlte in vielen Momenten das Scheibenglück. Pucks sind versprungen, Schüsse wurden geblockt, Pässe landeten im gegnerischen Schlittschuh. Die Joker gaben sich aber nicht auf, erspielten sich immer mehr Scheibenbesitz und drückten Kassel regelrecht in die eigene Zone. Neben ein paar guten Ideen im Spielaufbau war das Mittel zum Zweck das Spielgerät tief in das gegnerische Drittel zu schießen und es sich dann zu erlaufen, was auch ganz gut funktionierte. In der letzten Konsequenz fehlte Rot-Gelb aber die Effektivität, sodass Kassel so gut wie gar nicht mehr in die Offensive ging. In der 54 Minute brachte erneut Rayan Bettahar seine Farben in Unterzahl. Diese mal wegen eines Crosschecks. Wenige Sekunden später erhielt Thomas Heigl ebenfalls eine Strafe. Er musste wegen Bandenchecks in die Kühlbox. In einem der wenigen Kasseler Angriffe hatte Joel Lowry eine Doppelchance die Daniel Fießinger aber parierte. Auf der anderen Seite versuchte es Sami Blomqvist flach, traf aber ebenso nicht. Eine Minute später musste Hans Detsch wegen unnötiger Härte auf die Strafbank. Dies sah Daniel Jun als gute Gelegenheit eine Auszeit zu nehmen und den Torwart zu ziehen. Die letzten fünf Minuten spielten sich ausschließlich in der Zone der Huskies ab. Ein von Tyler Spurgeon abgefälschter Schuss von John Lammers landete nicht im Tor. Die nächste Möglichkeit von Fabian Koziol aus der Ferne landete am Gestänge. Sami Blomqvist versuchte es von der rechten Seite, Sebastian Gorcik fälschte ab, Joey Lewis traf dann den Puck nicht richtig. Eine Minute vor Schluss musste dann nochmal ein Husky auf die Strafbank – Joel Keussen wegen Beinstellens. In folgender Zwei-Mann-Überzahl sollte der ESVK erneut erfolgreich sein. Wieder schoss Sami Blomqvist, dieses Mal fälschte Jere Laaksonen ab und nach Getümmel im Torraum schlug Joey Lewis den freien Puck in die Maschen zum 3:5. Die Joker versuchten in den letzten 30 Sekunden noch einmal alles, trafen aber nicht mehr. Somit ging die Partie trotz kämpferischer Leistung der letzten zwei Spielabschnitte der Kaufbeurer Mannschaft mit 3:5 an die Kassel Huskies.
Krefeld PinguineKrefeld Pinguine - Bietigheim Steelers 3-2 (DEL2) Die Krefeld Pinguine konnten am 39. Spieltag der DEL 2 einen dramatischen 3:2-Heimsieg feiern. Der KEV drehte das Spiel durch zwei späte Tore von Alexander Weiß (59. Minute) und Matt Marcinews (60. Minute) und hält damit Anschluss an die direkten Qualifikationsplätze zu den Playoffs. Die Pinguine zeigten ein starkes erstes Drittel, mussten sich jedoch über fehlendes Scheibenglück und ihre Chancenverwertung ärgern. Sowohl Maxi Söll als auch Alexander Weiß trafen im Laufe des ersten Abschnitts nur das Gestänge, Matt Marcinew und Lucas Lessio scheiterten an Steelers-Goalie Olafr Schmidt, der mit teilweise akrobatischen Rettungsaktionen auf sich aufmerksam machte. Auf der anderen Seite waren die Gäste gnadenlos effektiv. Bereits nach 88 Sekunden überwand Jack Olin Doremus Felix Bick zum 1:0. Nach den vielen vergebenen Chancen dauerte es im zweiten Drittel gerade einmal 14 Sekunden, bis die Hausherren zum Ausgleich kamen. Lucas Lessio chippte das Spielgerät in der Mittelzone zu seinem kanadischen Landsmann Matt Marcinew, der in die Offensivzone eindrang und Schmidt im Tor mit einem präzisen Handgelenkschuss überwältigen konnte. Die Pinguine machten es sich wie in den letzten Wochen bereits häufiger selbst schwer und brachten die Steelers durch eine Unkonzentriertheit wieder auf die Erfolgsspur. Nach einem Fehler im Aufbauspiel konterten die Gäste die Pinguine aus. Alexander Preibisch bediente Jackson Cressey, und die Baden-Württemberger waren wieder in Führung. Bis in die Schlussphase der Partie schien es nicht so, als könnten die Seidenstädter diesen Rückstand noch egalisieren. Doch der Eishockey-Abend in Krefeld sollte zu einem dramatischen Schlussspurt führen. Zuerst glich der KEV in der 59. Minute durch Kapitän Alexander Weiß, der sein 150. Spiel für die Pinguine absolvierte, aus. Nach einem Schuss von Josh MacDonald staubte Weiß ab und erzielte sein neuntes Saisontor im Fallen. Es folgte eine ereignisreiche Schlussminute, die zuerst eine Hecht-Parade von Felix Bick gegen Lewis Zerter-Gossage sah. Im Gegenzug landeten die Pinguine tatsächlich noch vor dem Ablauf der Spielzeit den Lucky Punch. In bekannter Kombination servierte Lucas Lessio erneut Matt Marcinew die Scheibe, sodass dieser einen satt getroffenen One-Timer an Schmidt vorbei zum unverhofften 3:2-Sieg einnetzte. Zahlen zum Spiel KEV – SCB 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) Tore: 0:1 (01:28) Doremus (Racuk, Heinzinger), 1:1 (20:14) Marcinew (Lessio, Ehrhoff), 1:2 (29:50) Cressey (Preibisch), 2:2 (58:35) Weiß (MacDonald, Fischer), 3:2 (59:42) Marcinew (Lessio, Ehrhoff) Schüsse: 45:22 Strafminuten: 6:10 Zuschauer: 4507 Stimmen zum Spiel Greg Poss Bietigheim war, wie in den vorherigen Partien auch schon, der erwartet starke Gegner. Ich bin zufrieden über die Art und Weise wie wir gespielt haben. Wir haben viele Torchancen kreiert. Bietigheim war zwar effizienter mit ihren Chancen, wir haben uns aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und sind dran geblieben, bis wir die beiden Tore in der Schlussphase erzielen konnten. Wir sind glücklich über die drie Punkte, es hätte aber auch in die andere Richtung ausgehen können. Alexander Weiß Uns ist ein großer Stein vom Herzen gefallen. Die drei Heimspiele in dieser Woche haben wir uns ganz anders vorgestellt. Heute können wir froh sein, dass wir die drei Punkte noch mitgenommen haben. Fairerweise muss man sagen, dass das von den drei Spielen das beste war. Wenn es nach dem ersten Drittel 4:0 steht muss sich auch keiner beschweren. Nichtsdestotrotz haben wir in der Schlussminute das Spiel noch gedreht und verdient gewonnen.
Starbulls RosenheimKraftlose Starbulls unterliegen den Dresdner Eislöwen (DEL2) Am 39. Spieltag gab es für die Starbulls Rosenheim in der DEL2 nichts zu holen. Trotz früher 1:0 und zwischenzeitlicher 2:1-Führung unterlagen die Grün-Weißen den Dresdner Eislöwen am Freitagabend im ROFA-Stadion vor 3.852 Zuschauern 2:5. Ausgerechnet im so wichtigen Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten, der seinen Kader noch einmal kräftig aufgerüstet hat, fehlten im Rosenheimer Spiel die Energie und mit zunehmender Spieldauer auch die Ideen. Bei mehreren Starbulls-Spielern, die krankheitsgeschwächt auflaufen mussten, war offensichtlich, dass sie nicht ihre gewohnte Leistung abrufen konnten. Dresdens neuer Headcoach Niklas Sundblad bot beim Spiel in Rosenheim erstmals den zusammen mit Travis Turnbull jüngst importierten US-Amerikaner Justin Florek im Sturm auf. Ex-Nationaltorwart Danny aus den Birken gab sein Debüt im Dresdner Gehäuse. Und Dresden strotze von der ersten Sekunde mit Präsenz auf dem Eis. Trotzdem gelang den Hausherren nach exakt vier Spielminuten beim ersten Rosenheimer Angriff der Führungstreffer. Dominik Daxlberger lenkte einen Diagonalpass von Norman Hauner aus kurzer Distanz mit dem langen Schläger in die Maschen. Hauner hätte nach zehn Minuten sogar auf 2:0 erhöhen können, als er per Direktabnahme die offene kurze Ecke anvisierte, aber den Puck nicht richtig traf. Stattdessen glichen die Gäste aus und nutzen dabei die völlig fehlende Zuordnung in der Rosenheimer Defensive. Niklas Postel hatte alle Zeit der Welt, um in den Slot zurückzulegen, wo der völlig freie Turnbull keine Probleme hatte, zum 1:1 zu verwandeln (12.). Eine Minute später rettet Starbulls-Keeper Christopher Kolarz gegen den durchgebrochenen Topscorer Tomas Andres. In Überzahl hätte der am Torraum angespielte Dominik Kolb die Grün-Weißen wieder in Front bringen können, aber Aus den Birken war zur Stelle (16.). Trotz der genannten Chancen bekamen die Gastgeber oft keinen Zugriff auf das Spiel. Die Gäste zeigten sich sicherer an der Scheibe, läuferisch überlegen und wesentlich geschickter in den Zweikämpfen. Erneut in Überzahl, brauchten die Starbulls Anfang des zweiten Drittels nur 19 Sekunden, um doch wieder in Führung zu gehen. Aus den Birken konnte einen Schuss von Reid Duke nicht festhalten und Manuel Strodel staubte ab – 2:1 (21.). Nach einem feinen Spielzug hatte Marvin Feigl das 3:1 auf dem Schläger, traf aber nur das Außennetz (26.). Stattdessen glichen die Gäste zum zweiten Mal aus: Turnbull traf bei angezeigter Strafe mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie (28.). Auch, wenn die Starbulls zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise an die starke Leistung des zweiten und dritten Drittels gegen Crimmitschau am Dienstag anknüpfen konnten, hätten sie ein drittes Mal in Führung gehen können. Maximilian Vollmayer scheiterte aus bester Position nach präzisem Pass von Duke am Torwart (31.) und Chris Dodero zielte im Powerplay erst knapp drüber und chippte Momente später knapp am Pfosten vorbei (35.). Es waren schließlich die Eislöwen, die mit der 3:2-Führung in die zweite Pause gingen. David Rundqvist, der sich völlig ungestört vor das Tor stehlen konnte, wurde von Tomas Andres bedient und drückte frei vor Kolarz ein (39.). Ins Schlussdrittel starteten die Gäste in Überzahl. Zunächst verteidigten die Starbulls erfolgreich, dann gelang David Suvanto aus zentraler Position mit einem platzierten Schuss ins Kreuzeck aber doch noch das 2:4 (42.). Damit war das Spiel bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt entschieden, denn das Bemühen der zunehmend kraftlos wirkenden Hausherren, noch einmal zurückzukommen, blieb ohne jeden Ertrag. Viele Scheiben versprangen, fast alle Zweikämpfe gingen verloren und die trotzdem noch zustande kommenden Schüssen auf das Dresdner Tor waren in den seltensten Fällen gefährlich. Eineinhalb Minuten vor Schluss stellte Turnbull per Empty-Net-Goal aus dem eigenen Drittel – es war sein dritter Treffer in dieser Partie – den 2:5-Endstand her. Der Vorsprung der Starbulls auf die Eislöwen ist auf zwei Punkte geschmolzen, der Rückstand auf den angestrebten Platz zehn auf drei Zähler angewachsen. Am Sonntag in Freiburg (Spielbeginn 18:30 Uhr, Liveübertragung auf www.sprade.tv) steht für die Rosenheimer Eishockeyspieler das nächste wichtige Kellerduell auf dem Programm.
Selber WölfeShutout für Bitzer - Lausitzer Füchse vs. Selber Wölfe 0:3 (0:2; 0:0; 0:1) (DEL2) Die Selber Wölfe lieferten bei den Lausitzer Füchsen ein perfektes Auswärtsspiel ab, das mit einem Shutout von Bitzer gekrönt wurde. Über die gesamten 60 Minuten fanden die Gastgeber kein Mittel, sich gegen die gut stehende Selber Defensive durchzusetzen. Durch Treffer von Knackstedt und Miglio gingen die Porzellanstädter im ersten Spielabschnitt in Führung. Nach einem torlosen Mitteldrittel war es erneut Miglio, der in der 57. Minute mit einem erfolgreich abgeschlossenen Alleingang den Schlusspunkt auf die Partie setzte. Wölfe starten gut ins Spiel Die Selber Wölfe starteten bei den Lausitzer Füchsen gut in die Partie. Das erste Ausrufezeichen setzte in der 4. Minute Peter, der eine Hereingabe aus der Luft nahm und nur knapp an Füchse-Torwart Galajda scheiterte. Kurz darauf jubelten die Wölfe schon, doch der Treffer zählte aufgrund einer angezeigten Strafe gegen die Wölfe nicht. Im Powerplay erarbeiteten sich die Gastgeber ein paar Chancen, doch Bitzer und seine Vorderleute waren auf dem Posten. In der 14. Minute gewann Bassen einen Zweikampf an der Bande und die Scheibe gelangte zu Knackstedt, der aus dem Slot Galajda keine Chance ließ und zum 0:1 einnetzte. Im weiteren Verlauf überstanden die Wölfe eine erneute Unterzahlsituation. Als die Porzellanstädter kurz vor der Drittelpause eine Überzahl zugesprochen bekamen, dauerte es nur 16 Sekunden, ehe Miglio nach einem Trska-Schuss zum 0:2 abstaubte. Wölfe defensiv stabil Die Selber Wölfe kamen erneut stark aus der Kabine. Die erste Großchance gehörte jedoch den Füchsen, die in Person von Scheidl den Pfosten trafen. Selb stand weiter sehr stabil in der Defensive und die Gastgeber taten sich sehr schwer, klare Torchancen zu kreieren. Und wenn Scheidl, Järveläinen, Breitkreuz & Co. einmal durchkamen, war auf Bitzer Verlass. Auf der anderen Seite konnten die Wölfe bei ihren Gegenangriffen aber auch Galajda nicht ernsthaft in Gefahr bringen. In der Schlussminute des zweiten Spielabschnitts erhöhten die Füchse nochmal den Druck, doch die Wölfe und Bitzer hielten die Null. Miglio macht den Deckel auf die Partie Miglio und Kruminsch im Nachfassen hatten in der 42. Minute die große Chance, doch der starke Galajda wusste das 0:3 zu vereiteln. Bis zur 52. Minute hielten die Wölfe die Füchse weitestgehend aus der Gefahrenzone fern und kamen durch Knackstedt, Bassen und Kruminsch zu weiteren Chancen. Ausgerechnet als die Selber in Überzahl agierten, hatte Weißwasser eine ihrer größten Torchancen im Schlussabschnitt, aber Bitzer parierte glänzend gegen Scheidl. Die Lausitzer Füchse fanden weiter kein Mittel, die Wölfe ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Als dann in der 57. Minute Miglio einen Konter zum 0:3 abschloss, war das Spiel entschieden und die Wölfe konzentrierten sich auf die Defensive, um Bitzer den Shutout zu sichern, was letztlich auch gelang. Mannschaftsaufstellungen und Statistik Lausitzer Füchse: Galajda (Quapp) – Ruopp, Bohac, Blumenschein, Ritter, Zauner, Braun, Wäser – Kiefersauer, Breitkreuz, Valasek, Anders, Mäkitalo, Coughler, Valentin, Järveläinen, Scheidl, Fleischmann, van der Ven, Ziesche Selber Wölfe: Bitzer (Andryukhov) – Plauschin, Trska, Hördler, Marusch, Campbell, Raab, Dalldush – Gelke, Peter, Schwamberger, Miglio, Kruminsch, McNeill, Knackstedt, Bassen, Heljanko, Naumann, Kolupaylo, Krymskiy Tore: 14. Min. 0:1 Knackstedt (Heljanko, Bassen); 20. Min. 0:2 Miglio (Trska; 5/4); 57. Min. 0:3 Miglio (Marusch) Strafzeiten: Weißwasser 8, Selb 6 Schiedsrichter: Brill, Laudan (Pfriem, Merten) Zuschauer: 2.547
Bayreuth TigersTigers mit sechstem Sieg in Folge… Stuttgart Rebels vs. Bayreuth Tigers 0:3 (0:0, 0:1, 0:2) (OLS) Stuttgart: Gähr, Knecht – Ettwein, Fink, Kirchhoff (8), Hempel (2), Rudolph, Willer, Riedl – Pistilli (2), Walter (2), Herm, Wiencek, Vostarek, Traub, Samusev, Redler, Bongers, Scheibach, Pepin, Wittor Bayreuth: Kristian, Schulte – Tölzer (2), Reinig, Schmidt, S. Schindler, Zernikel (2), Nuss (6) - Schubert, Schaefer, Ledlin (2), Elu, Hult (2), Stach, Bergbauer, N. Schindler, R. Drothen, Fabian, M. Drothen, Schwarz Schiedsrichter: Anselm, Gossmann – Krumpholz, Kerbel Zuschauer: 664 Strafen: Stuttgart: 14 Bayreuth: 14 PP: Stuttgart: 0/4 Bayreuth: 2/6 Torfolge: 0:1 (29.) Hult (Stach, Elo), 0:2 (48) Elo (Stach, Schmidt) PP1, 0:3 (49.) R. Drothen (Schaefer, Reinig) PP1 Nach einem Treffer in der zweiten Minute für die Gastgeber, der wegen Abseits jedoch nicht gegeben wurde, übernahmen die Tigers die Initiative und das Spiel in der Eiswelt Stuttgart. Am Schussverhältnis von 23:6 zu Gunsten der Oberfranken lässt sich gut ablesen, in welche Richtung das Match in den ersten 20 Minuten lief. Trotz einiger guten Möglichkeiten, die Schaefer, zwei Mal Schubert, Reinig, Elo oder N. Schindler erarbeiteten, sollte kein Erfolg auf der Anzeigentafel ersichtlich werden. Stuttgart bis dato scheinbar etwas überfordert und nur mit einigen Entlastungsangriffen, wovon der letzte – kurz vor der ersten Pause – fast erfolgreich abgeschlossen werden konnte, als Herm knapp verpasste. Im Mittelabschnitt nahm die bis zu diesem Zeitpunkt gezeigte Überlegenheit der Tigers etwas ab und die Gastgeber besser im Spiel. Sofort nach Wiederanpfiff war es Pistilli, der Kristian zum Zupacken zwang und kurz darauf, in Überzahl, verhinderte der Bayreuther Torsteher bei zwei guten Abschlüssen einen Treffer der Stuttgarter. Dieser fiel auf der anderen Seite, als Stach einen Aufbau der Rebels in deren Drittel unterband, Hult fand, der im Doppelpass mit Elo agierte und am Ende zur Führung abschließen konnte. Als der Torschütze kurz darauf auf die Strafbank wanderte und Tölzer ebenfalls aussetzen musste, musste man sich kurzfristig mit drei Feldspielern zur Wehr setzen. Weitere Treffer sollten jedoch nicht mehr fallen, auch wenn auf Seiten der Tigers Stach noch die Latte anvisiert hatte und für die Rebels Herm ebenfalls nur Metall erklingen ließ. Zum Schlussabschnitt ging man die Offensivbemühungen im Lager der Tigers konzentriert an und kam durch Stach und Hult schnell zu guten Möglichkeiten. Unterbrochen von einem Unterzahlspiel, als Zernikel zwei Minuten gezogen hatte und bei welchen man sich gegen einen Treffer der Stuttgarter stemmte, blieb man das spielbestimmende Team. Vor allem auch, nachdem einige Strafen in Folge ausgesprochen wurde und man mit vier gegen drei Feldspieler agierte und hier durch Elo, der aus halblinker Position abgezogen hatte, zum 0:2 in Überzahl kam. Keine Minute später – beide Teams agierten mit jeweils einem Akteur mehr – war es Robin Drothen, der im Nachsetzen den Doppelpack schnürte. Anschließend spielte man den Vorsprung routiniert zu Ende und ließ nichts mehr zu, auch weil Kristian nochmals stark gegen einen Angreifer der Rebels reagierte und sich damit den verdienten, ersten Shutout der Saison sicherte. Die Tigers sind am Sonntag wieder im Einsatz, wenn man um 18:00 Uhr im Tigerkäfig auf den EV Lindau trifft.
Deggendorfer SCDerbysieg! Stark dezimierter Deggendorfer SC zwingt die Black Hawks in die Knie (OLS) Was für ein Abend in der Festung an der Trat. Im restlos ausverkauften Deggendorfer Eisstadion (2.666 Zuschauer) bezwang die Mannschaft von Trainer Jiri Ehrenberger die Passau Black Hawks in einer engen Partie mit 3:1. Aus personeller Sicht kam es vor dem Derby für den Deggendorfer Übungsleiter knüppeldick. Mit Petr Stloukal, Lukas Miculka, Niklas Pill, Leon Zitzer, Benedikt Schopper, Sascha Maul, Timo Pielmeier, Martin Heinisch und Curtis Leinweber fehlten gleich neun Stammspieler. Der erste Abschnitt gestaltete sich über weite Strecken sehr kurzweilig – beide Teams spielten, trotz der Ausfälle, munter nach vorne. Während die Passauer in der siebten Minute durch eine abgefälschte Scheibe von Liam Blackburn mit 0:1 in Führung ging, konterte der DSC mit zwei Alutreffern. Mit der knappen Gästeführung ging es hinein in die erste Pause. Im zweiten Drittel kamen die Gäste wie die Feuerwehr aus der Kabine und Louis Eisenhut musste mehrmals in höchster Not für den DSC retten. Doch je länger der Mittelabschnitt dauerte, desto besser fand das Team von Trainer Jiri Ehrenberger wieder zu seinem Spiel. In der 34. Minute erzielten die Deggendorfer schließlich den mittlerweile verdienten Ausgleich. Vor dem Tor war es Carter Popoff, der am schnellsten schaltete und einen Abpraller über die Linie drückte. Mit dem 1:1 gingen beide Teams nach 40 gespielten Minuten das zweite Mal in die Kabine. Im Schlussabschnitt hatte der DSC mehr von der Partie, während die Black Hawks stets mit Kontern gefährlich blieben. In der 55. Minute war der Bann schließlich gebrochen. Einen Lapsus der Passauer Hintermannschaft nutzte René Röthke aus und traf ins rechte obere Eck zum 2:1. Vier Sekunden vor Ende der Partie sorgte Carter Popoff endgültig für die Entscheidung, als er ins verwaiste Passauer Tor zum 3:1 traf. Weiter geht es für den Deggendorfer SC am Sonntag mit dem nächsten Auswärtsspiel. Zu Gast ist die Mannschaft von Trainer Jiri Ehrenberger beim SC Riessersee.
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Buchloe PiratesPiraten schlagen den Tabellenzweite - Der ESV Buchloe holt gegen ersatzgeschwächte Peißenberger endlich den ersten Sieg im neuen Jahr (BYL) Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie hat der ESV Buchloe am Freitagabend seine Durststrecke ausgerechnet gegen den Tabellenzweiten TSV Peißenberg beendet und den ersehnten ersten Sieg im Jahr 2024 eingefahren. Gegen zugegebenermaßen allerdings stark ersatzgeschwächte Gäste siegten die Buchloer verdient in eigener Halle mit 6:3 (2:0, 3:1, 1:2) und holten so nicht nur das erhoffte Erfolgserlebnis, sondern auch drei ganz wichtige Punkte im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze. Rein tabellarisch wäre in diesem Match eigentlich der Gast der klare Favorit gewesen, doch nachdem die durch eine Krankheitswelle kurzfristig arg gebeutelten Miners nur ganze elf Feldspieler aufbieten konnten, änderte sich die Ausgangslage vor dem Start schlagartig. Dementsprechend übernahmen die Buchloer von Beginn an die Initiative, während der kleine TSV-Kader erst einmal auf eine stabile Defensive bedacht war und nur sporadisch mit jedoch gefährlichen Nadelstichen auch offensiv in Erscheinung trat. Die Freibeuter taten sich gegen die kompakte Peißenberger Hintermannschaft zunächst aber durchaus schwer. Doch nach 13 Minuten beendete das 1:0 von Timo Kindl das Geduldsspiel – wie es ESV-Coach Christopher Lerchner passenderweise bezeichnete. Der junge Angreifer fälschte vor dem Tor einen Dropmann-Schuss unhaltbar zur Führung ab, die Felix Schurr im ersten Powerplay zwei Minuten später auf 2:0 erhöhte. Damit ging es auch verdientermaßen in die Pause, da die Buchloer wesentlich mehr vom Spiel hatten, wenngleich auch Johannes Wiedemann im Buchloer Gehäuse bei ein paar wenigen Abschlüssen der Gäste auf der Hut sein musste. Und auch der Auftakt ins Mitteldrittel verlief aus ESV-Sicht weiter voll nach Plan, da man das Geschehen auf dem Eis vor allem in der Offensive zunächst weiter diktierte. Belohnt wurde das mit drei weiteren Toren bis zur Mitte des Spiels. Ein Doppelpack von Demeed Podrezov (22./24.) und ein weiteres Tor von Felix Schurr (30.) sorgten für einen scheinbar beruhigenden 5:0 Vorsprung. Doch die stets wacker kämpfenden Miners gaben sich zu keiner Zeit auf und nach dem 5:1 Anschluss von Moritz Birkner, der die Scheibe förmlich über die Line kämpfte, wurden die Gäste auch stärker und offensiv mutiger. Die Piraten agierten hier nun defensiv definitiv zu nachlässig, was bis zur zweiten Pause zwar noch folgenlos blieb, zu Beginn des Schlussabschnitts dann aber schnell bestraft wurde. Denn mit einem Doppelschlag durch Lukas Artus (45.) und Moritz Birkner (46.) kam der Tabellenzweite plötzlich wieder auf zwei Tore heran und die Gennachstädter mussten trotz des dezimierten Aufgebots der Gäste nun höllisch aufpassen, die sicher geglaubte Partie nicht noch aus der Hand zu geben. Aber in der Folge überstand man dann ein Unterzahl schadlos und machte nach 51 Minuten in Überzahl schließlich mit einem spektakulären Treffer doch den Deckel drauf. Verantwortlich dafür war erneut die bärenstarke Reihe um Felix Schurr, dem nach Verletzung zurückgekehrten Robert Wittmann und Demeed Podrezov. Letzterer traf mit seinem dritten Tor an diesem Abend nach einem sehenswerten Solo im Fallen zum 6:3 Endstand, der die Niederlagenserie der Buchloer gegen eine bravourös kämpfende Rumpftruppe aus Peißenberg – auf die TSV-Trainer Ihsen zurecht stolz sein konnte – beendete. Mit diesem Sieg wandern zugleich drei wichtige Zähler im Kampf um Platz zehn auf das Konto der Buchloer (Rang 9, 39 Punkte), wodurch man den Abstand auf die Verfolger Schongau (Rang 10, 35 Punkte) und Ulm (Rang11, 34 Punkte) vier Spieltage vor dem Hauptrundenende wieder etwas ausbauen konnte.
Dingolfing Isar RatsSchritt für Schritt - EV Dingolfing trifft morgen ab 18 Uhr auf den ESV Buchloe (BYL) Es werden harte und intensive Vorbereitungswochen für die Kufencracks des EV Dingolfing im Hinblick auf die bald beginnende Abstiegsrunde in der Bayernliga. Dies kündigt der neue EVD-Trainer Dustin Whitecotton an. Im ersten Heimspiel in der Marco-Sturm-Eishalle gegen den ESV Buchloe erwartet der neue Mann an der EVD-Bande die Umsetzung von taktischen Grundprinzipien, wie er im ausführlichen Gespräch erläutert. Eishockey ist kein einfacher Sport. Oftmals entscheiden Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage. Und ebendiese gilt es beim EV Dingolfing in den kommenden Wochen besser und vor allem entschlossener umzusetzen. „Natürlich habe ich mir die letzten Spiele meiner Mannschaft genauer angesehen. Und es gibt in der Tat einige Dinge, die wir besser machen können und auch müssen“, erklärt Dustin Whitecotton vor der Trainingseinheit am Donnerstagabend. Whitecotton setzt den Hebel an Aufgefallen sei ihm vieles. Die Fehler in der Gesamtheit sofort abzustellen, „natürlich ein Ding der Unmöglichkeit.“ Auch der ehemalige DEL-Spieler weiß, dass ein Trainerwechsel in einem Mannschaftssport nicht das alleinige Allheilmittel ist. „Doch wir müssen“, so Whitecotton, „uns bei gewissen Basics erheblich verbessern.“ Die Problemzonen beim EV Dingolfing sind schnell ausgemacht. Eine schwache Bullystatistik, zu lange Wechsel und taktische Undiszipliniertheiten („Oftmals wollen die Spieler in so einer Situation einfach zu viel“, so Whitecotton) sind vorweg hier zu nennen. Und der 44-Jährige geht gleich sofort ins Detail. Die Stürmer müssen sich deutlich tiefer anbieten. So hätten die Verteidiger mehr Möglichkeiten für den ersten Pass, „und wir kommen mit höherem Tempo in das gegnerische Drittel.“ Auch Bullys sollen bis zum Beginn der Abstiegsrunde trainiert werden. Für den ehemaligen Mittelstürmer der Straubing „Tigers“ ein Thema, „wo ich mich schon ein wenig auskenne“, so Whitecotton mit einem breiten Grinsen. Alles geben An diesem Wochenende seien diese Details für ihn noch nicht entscheidend. Vielmehr gehe es darum, dass sich die komplette Mannschaft auf dem Eis gegenseitig helfe. Dann könne in die verunsicherte Truppe wieder mehr Selbstvertrauen kommen. „Jeder Spieler soll jeden Wechsel nutzen, um Vollgas für den Verein und seine großartigen Fans zu geben. Dann bin ich zunächst zufrieden.“ Der Gegner am Sonntag ab 18 Uhr in der Marco Sturm-Eishalle ist wohl eine der unangenehmsten Mannschaften in der Bayernliga, denn der ESV Buchloe spielt taktisch sehr diszipliniert und hat den einen oder anderen Topspieler in seinen Reihen. Die wichtigsten Akteure sind zweifelsohne Alexander Krafczyk und Michal Petrak. Das Duo spielt schon seit mehr als fünf Jahren zusammen und kennt sich praktisch in- und auswendig. Unterstützt werden sie offensiv vom starken Amerikaner Demad Podrezov, dessen Transfer nach 39 Scorerpunkten in den ersten 25 Partien als Volltreffer bezeichnet werden kann. Weitere Stärken sind eine solide Defensive um Stammkeeper Johannes Wiedemann. Im Hinspiel bekam dies der EVD deutlich zu spüren. Nach einer sensationellen 2:0-Führung ging man noch mit 3:9 unter. Euphorie entfachen Nach dem ersten Wochenende wird Whitecotton ein erstes genaues Bild von seiner Mannschaft haben. In den kommenden Trainingswochen werde es dann Schritt für Schritt in die Welt des Eishockeyeinmaleins gehen, so der Sportlehrer einer Realschule im Landkreis. Das Ziel sei nicht nur der Klassenerhalt, sondern eine Mannschaft, die auf den Rängen wieder eine Euphorie auf den Rängen entfachen kann. Dass dies ein wochenlanger Prozess sein wird, darauf stellt Whitecotton auch die Fans ein. Er verspricht aber, „dass ich aus der Mannschaft alles herausholen werde.“
Erding GladiatorsErding Gladiators gewinnen 6:1 im "Blaulicht-Spiel" gegen den ESC Geretsried (BYL) Vor abermals über 1.000 Zuschauer – darunter rund 150 Gäste von Blaulicht-Organisationen – feierten die Erding Gladiators in einem abwechslungsreichen Spiel einen verdienten 6:1 Erfolg. Match-Winner war Cheyne Matheson mit drei Treffern. Auf Seiten des Tabellenführers gab Neuverpflichtung Jakub Kanina einen gelungenen Einstand. Dagegen mussten Bastian Cramer, Simon Franz, Michael Franz, Florian Zimmermann sowie Daniel Krzizok verletzungsbedingt passen. Passend zum „Blaulicht-Spiel“ legten die Gladiators los wie die Feuerwehr. Vom Eröffnungsbully weg drängten sie die Gäste in die Defensive. Die druckvolle Anfangsphase krönte Cheyne Matheson bei Spielzeit 2:57 Minuten mit der Führung. Nur 15 Sekunden später erhöhte Petr Pohl auf 2:0. Nach den frühen Gegentreffern drohte den River Rats ein Debakel. Doch weit gefehlt. Die Truppe von Trainer Hans Tauber zeigte eine tadellose Leistung und überzeugte kämpferisch. Erding war zwar weiterhin überlegen, erspielte sich gute Torchancen, ließ nun aber die letzte Konsequenz im Torabschluss vermissen. Besser machte es Geretsried. Nach 13 Minuten landete ein abgefälschter Puck etwas glücklich bei Ondrej Horvath, der keine Mühe mehr hatte auf 2:1 zu verkürzen. Auch in den zweiten zwanzig Minuten brauchten die Zuschauer ihr Kommen nicht bereuen. Sie sahen ein schnelles, körperlich hartes aber faires Spiel, in dem die Gladiators spielerisch überlegen waren, die Gäste aber mit Einsatzwillen dagegen hielten. Der nächste Höhepunkt der ereignisreichen Partie gelang Cheyne Matheson in der 29. Minute. Er versenkte den Puck nach einem Zuspiel von Tomas Plihal per Direktabnahme in das von Johanna May gehütete River Rats Tor. Einem weiteren Treffer stand nach einem Schuss von Max Forster die Latte im Weg. So ging es mit der 3:1 Führung in die zweite Pause. Drittel Nummer drei war ein Abbild der ersten 40 Minuten. Erding kombinierte sehenswert, Geretsried setzte einfaches Eishockey dagegen. Sehenswert war der vierte Treffer der Hausherren. Philipp Michl setzte zum Konter an, sah den mitgelaufenen Rudi Lorenz, der das perfekt getimte Zuspiel seines Kapitäns zum 4:1 verwertete. Auch wenn sich die Schütz-Truppe in der Folge durch einige Strafminuten selbst schwächte, ließen die Gladiators keinen weiteren Gegentreffer mehr zu. Offensiv hätten Erik Modlmayr und Max Forster in aussichtsreicher Position nachlegen können. Doch scheiterten sie an Torfrau May. Kurz vor Ende des Spiels ließen die Gladiators ihren Anhang dann doch noch jubeln. Cheyne Matheson mit seinem dritten Treffer sowie Max Forster stellten den Endstand von 6:1 her. Das nächste Heimspiel steigt am Freitag, 26.01.. Um 20 Uhr empfangen die Herzogstädter den HC Landsberg River Kings zum Top-Spiel in der Stadtwerke Erding Arena.
Kempten SharksLanderer lässt die Bären frei - ESC Kempten besiegt den VfE Ulm/Neu-Ulm in einem hitzigen Derby mit 4.2 (BYL) Genau 8 Minuten und 31 Sekunden dauerte es bis Louis Landerer mit seinem Schlagschuss von der blauen Linie zum 1:0 ins Netz der Gäste traf und damit einen kaum endenden Regen an Stofftieren auf das Kemptener Eis auslöste. Bewaffnet mit großen Säcken, Einkaufswagen und Rollcontainern sammelten die Nachwuchsspieler minutenlang die gespendeten Plüschtiere ein, die in den nächsten Tagen an gemeinnützige Einrichtungen übergeben werden. Eine tolle Aktion für einen wohltätigen Zweck. Dieser Treffer war der Auftakt für ein emotionsgeladenes Derby mit viel Spannung und Action für die knapp über 1000 Zuschauer in der ABW Arena. Ulm konnte durch Valentin Der die Führung der Sharks noch im ersten Drittel ausgleichen. Der zweite Abschnitt war dann geprägt von Emotionen auf und neben dem Eis und vielen Strafzeiten. Als Linus Voit auf Seite der Sharks für 2 + 5 + Spieldauer vom Eis geschickt wurde war die große Chance für die Gäste gekommen das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. 7 Minuten Überzahlspiel am Stück sind schon ein Faustpfand. Doch wie in den letzten Wochen zeigte sich Kempten stark in Unterzahl und ließ, auch über den langen Zeitraum nicht viel zu. Highlight dann der Einsatz von Nikolas Oppenberger, der bei einem Konter mit einer für ihn typischen Energieleistung die halbe Ulmer Hintermannschaft hinter dem Tor beschäftigte. Seinen Pass zurück in den Slot verwandelte der frei einlaufende Clay Ellerbrock mit einem satten Schuss zur viel umjubelten Führung. Oppenberger selbst war es dann der seine starke Leistung mit dem 3:1 im letzten Abschnitt belohnte. Ulm steckte nicht auf, warf alles nach vorne und kam durch Robin Prätz nochmals auf ein Tor heran. Doch Jakub Bitomsky machte mit dem 4:2 ins leere Tor 18 Sekunden vor Ende alles klar. Derbysieg, tolle Kulisse, eine Armada von Kuscheltieren, der Abend war ein voller Erfolg. Als kleines Sahnehäubchen gab es dann auch noch den Sprung zurück auf Rang vier der Tabelle zu feiern. Mit Klostersee, Landsberg, Königsbrunn und Peißenberg verloren alle direkten Konkurrenten der Sharks ihre Freitagsspiele. Kempten hat es somit selbst in der Hand in den verbleibenden 4 Spielen die direkte Playoffqualifikation zu erreichen. Der nächste Schritt kann am Sonntag beim TSV Peißenberg gemacht werden. Dort erwartet die Allgäuer mit dem Tabellenzweiten aber ein richtig dicker Brocken. Für ein erneutes spannendes Match sind die Weichen also gestellt. Statistik: ESC Kempten – VfE Ulm/Neu-Ulm 4:2 (1:1,1:0,2:1) Tore: 1:0 Landerer (Schirrmacher,Kröber)(9.), 1:1 Der (Danzer)(18.), 2:1 Ellerbrock (Oppenberger,Schäffler)(35.) 3:1 Oppenberger (Kokoska,Rau)(44.), 3:2 Prätz (Synek)(57.) 4:2 Bitomsky (60.). Strafminuten: ESC Kempten: 15 + (10 Kokoska) + (Spieldauer Voit) VfE Ulm/Neu-Ulm: 18 Beste Spieler: ESC Kempten: Nikolas Oppenberger VfE Ulm/Neu-Ulm: Valentin Der Zuschauer: 1015
EHC KlosterseeEHC Klostersee – TEV Miesbach 1:5 (0:2, 0:0, 1:3) (BYL) Im Heim-Derby gegen den TEV Miesbach musste der EHC Klostersee an diesem Freitagabend die zweite Heimniederlage in der laufenden Bayernliga-Saison akzeptieren. Die Gäste waren beim 1:5, das deutlicher herüberkommt als der Spielverlauf es vermuten ließe, in den entscheidenden Situationen präsenter und vor allem in der eigenen Abwehrzone auch absolut fehlerlos. 'Die Grafinger wurden in der Wildbräu-Arena sozusagen mit den Mitteln entzaubert, die sie in den Wochen davor so stark gemacht hatten. Den Miesbachern glückte damit die Revanche, nachdem die EHCler das Hinspiel mit 4:1 für sich entschieden hatten. Der zweifach "amtierende" Vizemeister beherrschte das eigene Drittel und hatte vor allem auch in der neutralen Zone das Geschehen jederzeit im Griff - zwei wichtige Faktoren, mit denen die Rot-Weißen zuletzt beständig gepunktet hatten. Die optische Überlegenheit nutzte der Truppe von Gert Acker und Florian Engel in den ersten zehn Minuten wenig, der Gast aus dem Oberland schlug in der Folgezeit aus einem schlampigen Pass der EHCler in der Mittelzone und einem Überzahlspiel Kapital und legte da zweifach vor. Im zweiten Abschnitt waren die Klosterseer nach dem 0:2-Zwischenstand mehrfach drauf und dran, den Anschluss zu erzielen. Wer weiß, welchen Verlauf die Partie mit nur einem Anschlusstreffer genommen hätte. Das TEV-Bollwerk aber hielt dem Druck stand, so dass der Durchgang torlos endete. Zwei schnelle Tore in den verbleibenden 20 Spielminuten brachten die Vorentscheidung. Die Grafinger gaben sich dennoch nicht geschlagen, arbeiteten (bei einem Pfostentreffer und mehreren Chancen) hart für wenigstens ein Tor, bevor die Gäste per Empty-net-goal alles klar machten. EHC Klostersee: Philipp Hähl (Marinus Schunda); Nicolai Quinlan, Johannes Kroner, Marek Haloda, Tobias Hilger, Felix Kaller, Jan Fiedler, Quirin Bacher, Felix Kaller; Florian Gaschke, Vitus Gleixner, Julian Dengl, Raphael Kaefer, Kelvin Walz, Simon Roeder, Quirin Spies, Philipp Quinlan, Matthias Baumhackl, Leander Ruß, Arnaud Eibl, Stefan Würmseer. TEV Miesbach: Philip Lehr (Timon Ewert); Sebastian Deml, Alexander Kirsch, Stefan Mechel, Benedikt Dietrich, Johannes Bacher, Nikolaus Meier; Lukas Kirsch, Bohumil Slavicek, Florian Feuerreiter, Felix Feuerreiter, Benedikt Pölt, Aziz Ehliz, Thomas März, Patrick Asselin, Michael Grabmaier, Christian Neuert. Torfolge: 0:1 (10:16) Aziz Ehliz (Bohumil Slavicek); 0:2 (11:59) Johannes Bacher (Patrick Asselin – 5:4); 0:3 (41:14) Benedikt Pölt (Michael Grabmaier); 0:4 (43:08) Bohumil Slavicek (Felix Feuerreiter, Sebastian Deml – 5:4); 1:4 (56:12) Marek Haloda (Quirin Spies, Kelvin Walz); 1:5 (59:48) Benedikt Pölt (ENG). Strafminuten: EHC Klostersee 10; TEV Miesbach 16. Hauptschiedsrichter: Sebastian Daumann, Sebastian Eisenhut. Zuschauer: 600.
Niederlage in Amberg und ein weiterer Ausfall (BYL) Mit 3:7 verliert der EHC Königsbrunn sein Auswärtsspiel bei den "Wild Lions" des ERSC Amberg. Die Gastgeber waren dabei effizienter und in der Defensive gut aufgestellt, der Sieg war klar verdient. Beide Teams starteten mit 16 Feldspielern, beim EHC fehlten neben Goalie Stefan Vajs noch Max Petzold, Simon Beslic und Marco Sternheimer. Im Tor der Brunnenstädter stand von Beginn an Dave Blaschta im Tor, als Backup war Timo Weiß mit im Aufgebot. Königsbrunn und Amberg lieferten sich von Beginn an einen Fight auf Augenhöhe, Torchancen waren zunächst aber Mangelware. Im Laufe der Partie sorgte vor allem die erste Reihe der Gastgeber immer wieder für Unruhe im Drittel der Brunnenstädter. In der zehnten Spielminute jubelten schon die Königsbrunner Spieler, der Puck war im Amberger Tor. Allerdings wurde der Treffer nicht gegeben, da er mit dem Schlittschuh erzielt wurde. Danach geriet der EHC in Unterzahl, erzielte dann aber fast die Führung. Nach einem Konter hatte Mika Reuter in der zwölften Spielminute das 1:0 auf dem Schläger, doch Simon Bätge im Amberger Tor entschärfte die Situation. Der EHC war nun besser im Spiel und setzte sich in der 15. Spielminute im Amberger Drittel fest, allerding ohne zu treffen. Das sollte sich rächen, in der 17. Spielminute erzielte der ERSC das 1:0 in Überzahl, bei dem verdeckten Schuss hatte Goalie Dave Blaschta keine Chance. Kurz vor der Pause hatte der EHC noch Überzahl, bis Drittelende fielen aber keine weiteren Tore mehr. Bitter für Königsbrunn war aber der Ausfall von Leon Steinberger, der nach einem Check verletzt vom Eis musste, für ihn war die Partie beendet. Königsbrunn startete sehr gut in den Mittelabschnitt und setzte sich zunächst im gegnerischen Drittel fest, doch trotz zweier sehr guter Chancen sprang nichts Zählbares dabei raus. Für Amberg war es wohl ein Weckruf, denn danach übernahm der ERSC wieder die Spielkontrolle. In der 29. Spielminute tankte sich der sehr auffällige Hunter Fortin im Königsbrunner Drittel durch und erzielte das 2:0 für die Gastgeber. Nur eine Minute später war der Puck erneut im Tor der Brunnenstädter, sträflich freistehend setzte Köbele seinen Sturmkollegen Pronath in Szene, der dann zum 3:0 einnetzte. Der Doppelschlag zeigte Wirkung, danach war der EHC zu passiv und ohne Zugriff auf das Spiel. Doch fünf Minuten vor der Pause hatte Königsbrunn Überzahl, der EHC war nun wieder wach. Kurz vor Ablauf der Strafzeit erzielte dann Julian Becher in der 37. Spielminute nach toller Vorbereitung durch Tim Bullnheimer und Toms Prokopovics den 3:1 Anschlusstreffer, das Tor gab wieder Selbstvertrauen. Weitere Treffer wollten bis zur letzten Pause aber nicht mehr fallen. Auch im letzten Drittel blieb es ein intensiver Fight auf Augenhöhe, beide Teams erarbeiteten sich immer wieder Chancen. Ausgerechnet in Überzahl kassierte der EHC dann in der 48. Spielminute nach einem Konter das 4:1, zwei Minuten später traf Krieger aus spitzem Winkel zum 5:1. Doch Königsbrunn steckte nicht auf und hatte kurz danach doppelte Überzahl. Das 5:2 durch Florian Döring brachte den EHC in der 53. Spielminute auf drei Treffer heran, in der 56. Spielminute fiel dann sogar noch das 5:3. Tim Bullnheimer fälschte einen Schuss von Leon Hartl unhaltbar ins Amberger Tor ab. EHC-Coach Bobby Linke setzte nun alles auf eine Karte und nahm dann Goalie Dave Blaschta zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch sein Mut wurde nicht belohnt. Denn Amberg erzielte noch eiskalt zwei weitere Treffer ins leere Königsbrunner Tor und holte sich am Ende verdient den 7:3 Sieg gegen den EHC. Für Königsbrunn läuft es aktuell nicht gut, mit reduziertem Kader und angeschlagenen Spielern war in Amberg wohl nicht mehr drin. Probleme beim Spielaufbau und im Umschaltspiel trugen ihren Teil zur Niederlage bei. Die Mannschaft zeigte aber immer Moral und steckte bis zum Abpfiff nie auf. Trotzdem schmerzen die fehlenden Punkte, zudem wird Leon Steinberger wohl auch am Sonntag gegen Erding ausfallen. Königsbrunns Coach Bobby Linke nennt Gründe für die Niederlage: „Wir haben zunächst ganz gut angefangen und das Spiel eng gehalten, danach hatten wir auch die ein oder andere Chance. Dann bekommen wir ein Gegentor und haben gleich zu Beginn des zweiten Drittels eine Druckphase, kassieren dann aber nach einem individuellen Fehler den nächsten Treffer. Dann steht es plötzlich 3:0, das zieht natürlich Motivation. Nachdem wir dann doch wieder im Spiel waren, kassieren wir einen Shorthander. Wir haben heute einfach zu viele individuelle Fehler gemacht und den Gegner dann zu Kontern eingeladen, das darf auswärts nicht passieren. Wir müssen uns nun regenerieren, am Sonntag sollten wir das besser machen. “ Tore: 1:0 Köbele (Schmitt, Pronath) (17.), 2:0 Fortin (Walkom, Siller) (29.), 3:0 Pronath (Köbele, Kirchberger) (30.), 3:1 Becher (Bullnheimer, Prokopovics) (37.), 4:1 Köbele (Kirchberger, Schmitt) (48.), 5:1 Krieger (F. Schwarz, A. Schwarz) (50.), 5:2 Döring (Hartl, Reuter) (53.), 5:3 Bullnheimer (Hartl, Trupp) (56.), 6:3 Fortin (Schmidbauer) (57. Empty Net Goal), 7:3 Pronath (Kirchberger, Köbele) (59. Empty Net Goal) Strafminuten: ERSC Amberg 14 Königsbrunn 10 Zuschauer: 841
Haßfurt HawksFanklub-Chef Lukas Heinl über den möglichen Aufstieg der Hawks und die Stärke (BLL) Sowohl das Auswärtsspiel an diesem Freitag, 19. Januar, beim EHC Bayreuth (20 Uhr) als auch das Heimspiel am Sonntag gegen den EV Pegnitz (18.30 Uhr) sind für Lukas Heinl "unangenehme" Aufgaben: "In Pegnitz haben wir die erste Niederlage hinnehmen müssen und das Heimspiel gegen Bayreuth war schon eine enge Kiste", begründet er seine Einschätzung. Wenn der ESC Haßfurt als Tabellen-Erster an diesem Wochenende, dem zweiten der 0,5-fach-Runde, wiederholt auf beide Kontrahenten trifft, könne "alles passieren, es sind schließlich auch kleine Derbys". Heinl, seit knapp neun Jahren Vorsitzender der 2008 von damals 15 Fans gegründeten und heute aus 78 Mitgliedern bestehenden "Eishockeyfreunde Haßberge", hofft "auf sechs Punkte für den ESC. Die Jungs sollen mit so vielen Punkten wie möglich und am besten auf dem ersten Platz in die Play-offs gehen können." Dabei ist ihm bewusst, dass sich die Mannschaft keine Ausrutscher mehr erlauben darf, denn der aktuell Tabellen-Zweite EHC Waldkraiburg hat zwei Spiele weniger absolviert und bei fünf Punkten Rückstand sehr gute Chancen, sich die Spitzenposition zurückzuholen. Zumindest darf sich Ivan Horak – der 67-Jährige ist Nachfolger des im November überraschend zurückgetragenen Dennis Maschke – nach seiner ersten vollständigen Trainingswoche in Haßfurt auf einen vergrößerten Kader freuen. Nicht nur, dass sowohl am Freitagabend im städtischen Bayreuther Kunsteisstadion als auch am Sonntagabend beim Heimauftritt gegen Pegnitz der zuletzt gesperrte Jonas Manger wieder an Bord ist. Der Trainer kann vielmehr zwei neue Spieler begrüßen: Der Kanadier Samy Paré und Denis Salnikov aus Tschechien werden Angriff und Abwehr der Hawks verstärken. Paré sammelte erste Auslandserfahrungen in der vergangenen Saison beim EA Schongau, nachdem der 22-Jährige in seiner Heimat in der Quebec Junior Hockey League ein Jahr zuvor als "Spieler des Jahres" ausgezeichnet worden war. Für die Mammuts stand der quirlige, 1,73 Meter große Angreifer 26 Mal in der Bayernliga auf dem Eis und erzielte dabei 40 Scorer-Punkte. Nach einer Verletzung kehrte er für einige Zeit in seine Heimat zurück, nun ist er bei den Hawks. "Wir wollen mehr Tiefe in den Kader bringen", begründet Frank Terhar die kurzfristige Verpflichtung des jungen Kanadiers. "Wir hoffen, dass wir dann konstant mit drei Reihen spielen können." Und nach dem Handbruch sowie dem längeren Ausfall von Alexander Stahl seien die Hawks schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem zusätzlichen Verteidiger gewesen. Die Vermittlung durch Jakub Sramek habe letztlich den Ausschlag für Denis Salnikov, der zuletzt für den HC Draci Bilina in der vierten Liga in Tschechien im Einsatz war, gegeben. Deutschland-Erfahrung hat der 25-Jährige bereits aus der Saison 2021/22, als er in der Regionalliga bei der U23 der Lausitzer Füchse in Weißwasser spielte. Fanklub-Vorsitzender Lukas Heinl möchte derweil keine Prognose für den weiteren Verlauf der Saison abgeben. "Dadurch, dass sich der Modus geändert hat und wir direkt in die Play-offs gehen, ist alles möglich", sagt der Sylbacher und fügt hinzu: "Aber das Erreichen des Halbfinals sehe ich schon als realistisch an. Was danach kommt, werden wir sehen." Einem Aufstieg in die Eishockey-Bayernliga steht der 31-Jährige "vorsichtig optimistisch" gegenüber. "Es wäre natürlich geil, und ich denke schon, dass wir uns jetzt endlich mal mit dem Aufstieg belohnen können und sollten." Er weiß aber auch angesichts der aktuellen Platzierungen des Vorjahresaufsteigers EV Dingolfing oder des Lokalrivalen ERV Schweinfurt um die Stärke der Bayernliga. "Dass es dort schwieriger werden würde, ist vollkommen klar. Dass wir gegen Gegner wie Schweinfurt, Pfaffenhofen oder Dingolfing aber mithalten können, denke ich schon."
ERC Sonthofen5:4 n.V. in Pfronten! Vladi Kames führt ERC Sonthofen zum Derbysieg (BLL) Aller guten Dinge sind drei: Nach zwei Niederlagen im neuen Jahr ist den Schwarz-Gelben endlich der erste Sieg in 2024 geglückt. Mit einem hart umkämpften 5:4 nach Verlängerung bei den Pfronten Falcons fahren die Sonthofer mit einem starken Calvin Stadelmann im Tor zwei wichtige Punkte ein. Mann des Abends war Vladimir Kames, der an allen fünf Toren beteiligt war. Nach 61 Minuten und acht Sekunden fiel allen ERC-Spielern und mitgereisten Fans in Pfronten eine ganze Steinladung von den Herzen – so laut, dass die kollektive Erleichterung wohl auch im 40 Kilometer entfernten Sonthofen zu hören war: Mit seinem zweiten Treffer des Abends sicherte David Mische seinem Team nicht nur zwei wichtige Punkte, es war auch der erste Sieg in 2024 – und das ausgerechnet im gewohnt spannenden und prickelnden Nachbarschaftsduell mit den Ostallgäuern, die sich wieder mal als zähe Kontrahenten präsentierten. Der Jubel bei allen Schwarz-Gelben kannte keine Grenzen. In den 60 Minuten zuvor war es sicherlich nicht das technisch anspruchsvollste Eishockey der beiden Mannschaften. Aber das war auch nicht unbedingt zu erwarten in einem Derby, bei dem es traditionell richtig zur Sache geht und das vor allem von Kampf und Nickeligkeiten lebt. Den besseren Start an diesem frostigen Abend erlebten die Hausherren, die gerade zu Beginn spritziger wirkten und gleich ins Forechecking gingen. Nach sieben Minuten belohnten sie sich mit dem 1:0 durch Domenik Timpe. So richtig fanden die Gäste im ersten Drittel nicht zu ihrem Spiel. Die Beine wirkten schwer und die Pfrontner gedanklich einen Kufenschwung schneller. Es bedurfte eines Powerplays, um das Team von Vladi Kames und Helmut Wahl in der 15. Minute aufs Scoreboard zu bringen. Kapitän Marc Sill spielte den Puck zu David Mische, der den an der blauen Linie postierten Vladi Kames entdeckte. Der Tscheche fackelte nicht lange und setzte einen Strahl ab, der den Weg vorbei an Pfrontens Keeper Pascal Lorenz fand. Kurz vor der Pausensirene machte der an diesem Abend bärenstarke Calvin Stadelmann mit einem herausragenden Fanghand-Save eine erneute Führung der Heimmannschaft zunichte. In der 34. Minute aber war auch Stadelmann machtlos und musste zum zweiten Mal hinter sich greifen, als die Gäste-Abwehr den Puck nicht sauber aus der eigenen Zone klärte und die Pfrontner eine Druckphase zur erneuten Führung nutzen konnten. Wie gut, dass das Powerplay der Sonthofer an diesem Abend wunderbar funktionierte: In der 39. Minute passte Vladi Kames zu Marc Sill, der einen Riesen-Kringel durchs Angriffsdrittel drehte und plötzlich den freistehenden Dustin Ottenbreit bediente: 2:2! Mit zunehmender Spieldauer merkte man den Ostallgäuern im Schlussabschnitt zwar die schwindenden Körner an, doch sie kämpften sich gleich zweimal zurück ins Match. In der 46. Minute gingen zunächst die Sonthofer erstmals in Führung: Christian Engler tankte sich ins gegnerische Drittel, legte quer zu Vladi Kames, der wiederum in Marc Sill einen dankbaren Abnehmer fand. Die Führung des ERC währte allerdings nur 56 Sekunden: In der 46. Minute egalisierte Filip Matejka den Spielstand. Das Spiel wurde rassig, nickelig – ein echtes Derby eben. In der 55. Minute erzielte David Mische das 4:3 (Assists: Vladi Kames, Matyas Stransky) – dieses Mal dauerte es nur 81 Sekunden, bis sich die Falcons zurückmeldeten und durch Fabian Gmeinder das 4:4 markierten. In den verbleibenden Minuten waren die Sonthofer frischer und drängten mit hoher Laufbereitschaft auf den Sieg, allerdings rettete Pfronten zumindest einen Punkt über die 60 Minuten. Matyas Stransky, Vladi Kames, David Mische – das waren die Mannen, die in der darauffolgenden Verlängerung für den ERC aufs Eis gingen. Die Spannung war spürbar in der Eishalle. Nachdem die Pfrontner erste Angriffsversuche unternommen hatten, aber dem Kasten des ERC nicht wirklich bedrohlich nah kamen, schnappte sich Matyas Stransky das Spielgerät. Der junge Tscheche zündete den Turbo, passte zu Vladi Kames, der das Tor der Gäste umkurvte und mit seinem fünften Scorerpunkt an diesem Abend David Mische fand: 5:4! Overtime-Sieg. Derbysieg. Erster Sieg in 2024! Nach diesem körperlich und emotional kräftezehrenden Spiel heißt es nun, die Akkus aufzuladen. Am Sonntag kommt es dann ab 18 Uhr im Eisstadion an der Hindelanger Straße zum Aufeinandertreffen mit dem EV Ravensburg, die am Freitagabend beim Tabellenführer Eisbären Burgau immerhin einen Punkt holten.
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Eisadler DortmundDie Auswärtsserie hält - Eisadler gewinnen auch in Troisdorf! (RLW) Auch wenn es etwas dauerte, so konnten sich die Eisadler Dortmund doch am Ende klar mit 8:1 in Troisdorf bei den Dynamites durchsetzen. Nach einer schnellen 1:0- Führung nach gut fünf Spielminuten und einem erneuten Blitzstart im zweiten Drittel mit dem 2:0 dauerte es bis kurz vor der zweiten Drittelpause bis die weiterenDortmunder Treffer zum Zwischenstand von 4:1 fielen. Im Schlussabschnitt machten die Eisadler alles klar. Allerdings wurde die Partie dann von beiden Seiten unnötigerweise immer ruppiger, so dass die Schiedsrichter insgesamt 98 Strafminuten verteilen mussten, inklusive je einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen beide Teams. Das Führungstor erzielte Calvin Manke, der in der 2. Reihe für den immer noch erkrankten Kevin Thau stürmte. Er fälschte einen Schuss von Verteidiger Alex Zaslavski gekonnt ab. Danach folgten weitere Möglichkeiten, aber es fehlte noch die Zielstrebigkeit gegen einen Gegner, der diszipliniert in der Abwehr spielte und gelegentliche Konter fuhr. Zu Beginn des zweiten Abschnitts war es wieder die 2. Reihe der Eisadler, die in der 22. Minute die Führung auf 2:0 ausbauen konnte. Kevin Trapp nutzte einen Querpass von Corvin Rosenthal erfolgreich. Danach kamen die Gastgeber in der 30. Minute zu einer Großchance, die noch vereitelt werden konnte, aber kurz darauf konnten sie in Überzahl doch über den Treffer zum Spielstand von 1:2 jubeln. Die Eisadler forcierten nun etwas das Tempo und kamen in der 38. Minute auch zu ihrem Powerplay-Treffer. Den erzielte erneut Calvin Manke mit einem frechen halbhohen Schuss in die kurze Ecke. Ein schneller Angriff aus der eigenen Abwehr heraus führte dann in der 40. Minute zum 1:4 durch Ben Busch, der den gegnerischen Torwart ausspielte und einschoss. Das letzte Drittel war geprägt von immer mehr Strafzeiten mit dem Höhepunkt in der 58. Minute, als erst Brody Dale mit einem Gegenspieler aneinandergeriet und in direkter Folge Tommy Kuntu-Blankson sich einen (erfolgreichen) Faustkampf mit dem Troisdorfer Thies Hallmann lieferte. Beide Spieler konnten mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig unter die Dusche gehen. Eishockey wurde im letzten Abschnitt auch noch gespielt. Brody Dale baute in der 41. und 45. Minute die Führung auf 6:1 aus und ein schöner Alleingang von Oliver Kraft brachte in der 50. Minute nicht nur das 7:1, sondern auch den 100. Meisterschaftstreffer der Eisadler in dieser Saison. Mittlerweile stand Nico Menke für Marvin Nickel im Gehäuse und in der 53. Minute konnte sich Verteidiger Jan Wiechert beherzt durchsetzen und mit seinem ersten Tor für die Eisadler den Endstand von 8:1 erzielen. Am kommenden Wochenende können die Eisadler endlich wieder zuhause spielen und zwar am Freitagabend ab 20 Uhr gegen den EC Bergisch Land. Zwei Tage später reisen dann die Eisadler zum „Rückspiel“ gegen diesen Gegner nach Solingen.
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